Tips und
Tricks zum 24h Rennen:
Allgemein:
Es gibt zwei Möglichkeiten wie ein solches Rennen spannend
sein kann.
1.alle bauen ihr Auto mehr oder weniger „schlampig“ zusammen
wie bei den ersten beiden Rennen so das zwischendurch gebastelt werden muß, oder
2. Alle bereiten sich sorgfältig vor ,wie immerhin zwei Teams beim letzten
Rennen.
Da sich diese zwei Teams sicherlich nicht überzeugen lassen
zu „Pfuschen“ sollte man auch die anderen Teilnehmer dazu kriegen, bzw. ihnen
zu helfen auch ihre Fahrzeuge so vorzubereiten das entweder nichts passieren
kann oder wenn was passiert es innerhalb kürzester Zeit zu reparieren.
Deswegen gebe ich nun hier meine Erfahrung aus 4 Rennen ( 2x
Pfusch 2x Sieg)zum besten.
Vorher noch ein paar Worte zum Reglement und was wir uns
dabei so gedacht haben.
Plafit Excel ohne Trimmen mit Tuningteile damit es erstens
billig bleibt und zweitens kein Einzelner den „Stein des Weisen“ findet weil er
Monatelang experimentiert.
Abschleifen der Schrauben bzw. austauschen damit für alle das
Chassis der tiefste Punkt zur Messung der Bodenfreiheit ist.
Verschiedene Karosserien damit mit wir ein
abwechslungsreiches Feld haben und durch die unterschiedliche Lackierungen die
Autos auch Nachts unterschieden werden können.
83 mm Spurweite damit alle Fahrzeuge gleich breit sind und
kein Team durch eine 86 mm(z.B Nissan R390) breite Karosserie bevorteilt wird.
200gr Mindestgewicht weil die Fahrzeuge nach diesem
Reglement nicht leichter zu bauen wie
215gr. sind und so keine Vorteile durch Trimmarien mit Blei zu erzielen sind.
Fallen mal Teile ab gibt es auch keine Diskussion über
Untergewicht.
Nun aber zu den Tuning Tips:
Fahrwerk:
Vorne stelle ich eine Bodenfreiheit von ca.1mm ein .Hinten
wird die Bodenfreiheit mit neuen Reifen auf ca. 2.5mm eingestellt. So kommt man
mit vier Satz Sigma Black Magic aus.
Den Vorderachshalter setze ich umgedreht aufs Chassis so das
die Höhe von vorne eingestellt werden kann und die Achse dabei nicht im Wege
ist.
Da die Serienmäßigen Schraube leicht „vergnaddeln“ und hervorstehen
tausche ich sie gegen Tuning Schrauben aus. Statt den normalen Muttern kann man
auch Stoppmuttern verwenden.
Achsen ,Lager,
Felgen und Reifen:
Selbstverständlich ist die Verwendung von Kugellagern zu
empfehlen.
Als Felgen verwende ich die ehemaligen DTM Felgen der
Modellfelge Hamburg(21/22mm) die es von anderen Herstellern immer noch zu
kaufen gibt.
Da diese recht schwer aber dafür sehr stabil sind kann man
bei ihnen noch ein paar Gramm herausdrehen. Etwas leichter sind die Sigma
Felgen.
Die Vorderreifen überziehe ich vor dem letzten Abdrehen mit
Sekundenkleber damit diese Laufflächen hart werden und weniger Widerstand
aufbauen.
Das man alle Reifen SORGFÄLLTIG auf der Reifendrehbank
zurecht schleift versteht sich hoffentlich von selber!
Motor und
Getriebe:
Hier ist basteln verboten aber ein wenig einlaufen vor dem
Rennen mit einer 9V Batterie kann nicht schaden. Bei der Übersetzung hat sich
14/42 bewährt.
Schleifer:
Zu empfehlen sind die guten Flexi Kupfer Schleifer vom
Renncenter.
Motorkabel benutze ich hochflexibles 0,25mm Kupferkabel.
Wichtig ist ,das der Leitkiel nach einem Sturz immer wieder
in Geradeausstellung geht.
Licht:
Schaut euch den Bauplan in der COL (5/2000) natürlich mit
richtigem Schaltplan, wem er noch fehlt: Bitte Melden!
Wichtig ist hier die Modulbauweise um ggf. das Goldcap Modul
austauschen zu können.
LED´s gehen eigentlich nicht kaputt, kleistert sie nur nicht
mit 2K Kleber zu doll ein ,denn dieser ist leitfähig und könnte sie
überbrücken.
Das Modul mit dem Goldcap sollte übrigens hinter der
Vorderachse sitzen.
Karosserie:
Als Karosserie sollte man eine wählen die vorne und hinten
die Spurweite von 83mm ermöglicht. Zu schmale Karosserien sollte man
verbreitern.
Die Karosserie sollte man sorgfälltig zusammenkleben und
ggf. verstärken.
Resine Fahrerfiguren kann man auch noch von innen ausfräsen,
so apart man noch ein paar Gramm.
Sonstiges
Neben dem Auto ist natürlich die Teamtaktik entscheidend
,d.h die Fahrer müssen auf den Spuren und zu den Zeiten eingesetzt werden die
ihnen am besten liegen.
Ausserdem sollte das Auto nur so schnell bewegt werden das
keine übermäßigen Abflüge passieren.
Bei wechselhaften Bedingungen sollte sich ein Teammitglied immer
mit Reifen und Imbus-schlüssel bereithalten um einen schnellen Reifenwechsel zu
garantieren.
Falls noch Fragen sind meldet euch, ich werde auch bei den
nächsten Norddeutschen Rennen auch den Toyota und sobald er fertig ist unseren
911GT1 mithaben.
Bei weiteren Fragen:
Matthias Parke
040/610785
m.parke@hansenet